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Realwirthschaftsrecht

Realwirthschaftsrecht

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Am 22.Maerz 1853 tritt im „Totenbuch“ Xaver Schmidt, Altbuergermeister und Kreuzwirt, als Zeuge auf.

In einem alten Verzeichnis Neuenburger Familien im Pfarrarchiv aus dem Jahre 1868, wird Xaver Schmidt (*1781 + um 1866) als Altbuergermeister und Altkreuzwirt genannt.




1853 hat Jakob Saurer das „Realwirthschaftsrecht“ der Wirtschaft „Zum Kreuz“ gekauft und die Gaststaette in sein Anwesen in der Schluesselstrasse verlegt. 

Am 22. Maerz 1853 hat die „Grossherzoglich Badische Regierung des Oberrhein Kreises dem Jakob Saurer „die Genehmigung erteilt, das von ihm erkaufte Realwirthschaftsrecht auf sein eigenes Haus in der Schluesselgassen uebertragen zu duerfen.“ 

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Seit dieser Zeit ist das Gasthaus in Familienbesitz. Wie alt genau das Haus ist, konnten wir bis dato noch nicht exakt herausfinden. Das Gebaeude reichte ueber das gesamte Grundstueck mit einem florierenden Kolonialwarenladen und einem 2-stoeckigen gewoelbten Keller. 

Meist steht der Beruf des Kaufmannes hinter dem Namen Saurer, so dass man vermuten darf, dass der Laden schon vorher existierte und das Gasthaus erst spaeter – naemlich 1853 hinzu kam.






* Drei große Namen – Bechstein, Blüthner, Steinway & Sons – legten im Jahr 1853 den Grundstein für drei heute noch renommierte Klavierbaufirmen. Einen „Bechstein“ zu besitzen oder gar darauf spielen zu können, hatte damals schon im doppelten Sinne des Wortes einen guten Klang. Carl Bechstein (1826-1900) war ein deutscher Klavierbauer und gründete in Berlin die „Pianoforte-Fabrik C. Bechstein“. Schon damals war die Firma Hoflieferant des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861). Der erste Konzertflügel wurde an den Pianisten Hans von Bülow (1830-1894) ausgeliefert. Die Firma, die zunächst ein Ein-Mann-Betrieb gewesen war, lieferte bis 1859 insgesamt 176 Instrumente. Bülows Konzertflügel von 1856 trug zwar schon die Nummer 100, aber das war mehr eine Angabe, die kosmetischen Charakter hatte.


PS: Auch das „Weiße Kreuz“ darf einen „Bechstein“ sein eigen nennen. Der Bauweise nach könnte das Klavier sogar vom Meister selbst noch gefertigt sein (nach Aussage unseres Klavierstimmers). Es steht wohlbehütet in unserem Wohnzimmer!

© Brigitte Weber 2017